Ein Solarzentrum für Windhoek

Namibia ist den Auswirkungen des globalen Klimawandels besonders stark ausgesetzt und engagiert sich seit langem intensiv für den Schutz seiner natürlichen Umwelt. Es war das erste Land in Afrika, das den Umweltschutz in seiner Verfassung verankert hat, und hat sich eine ehrgeizige Vision für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Zukunft gesetzt. Bis 2030 will Namibia fast seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen decken.

Gleichzeitig ist das Energiesystem des Landes nach wie vor stark von Stromimporten aus Nachbarländern wie Südafrika, Sambia und Simbabwe abhängig. Diese Abhängigkeit beeinträchtigt die Energiesicherheit und trägt zu hohen Stromkosten bei, die von Haushalten, kleinen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in Windhoek unmittelbar zu spüren sind.

Solarenergie bietet eine lokal verfügbare, nachhaltige Lösung, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Mit rund 300 Sonnentagen und mehr als 3.000 Sonnenstunden pro Jahr verfügt Windhoek über außergewöhnlich gute Bedingungen für die Solarstromerzeugung. In der ganzen Stadt wächst das Interesse an Solarlösungen, doch viele Einwohner und Unternehmen sehen sich mit Hindernissen konfrontiert, wie beispielsweise einem eingeschränkten Zugang zu unabhängigen Informationen, technischer Beratung und Finanzierungsmöglichkeiten.

Hier setzt das Projekt „A Solar Center for Windhoek“ an. Im Rahmen des Projekts wird das erste öffentliche Informations- und Beratungszentrum der Stadt zum Thema Solarenergie eingerichtet. Das Zentrum bietet praktische, unabhängige Beratung zu Solartechnologien, Kosten, Sicherheitsstandards und Finanzierungsmöglichkeiten und führt darüber hinaus Schulungen sowie Aktivitäten zur Einbindung der Bevölkerung durch. Durch die Stärkung des lokalen Wissens und der kommunalen Kapazitäten unterstützt das Solar Center eine fundierte Entscheidungsfindung und ermöglicht den nachhaltigen Ausbau kleiner Solaranlagen in Windhoek. Damit trägt es zu einer widerstandsfähigen städtischen Energiezukunft bei, die lokal vorangetrieben wird und mit den globalen Klimazielen im Einklang steht.

Geber
Europäische Union

Dieses Projekt wird im Rahmen des NAKOPA-Programms der Engagement Global gGmbH durchgeführt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.